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Freitag, 25. Mai 2012

Windbeutel mit Vanillesahne und Erdbeeren


In dem Post zum Basilikumsorbet habe ich ja eigentlich angemerkt das Desserts und ähnliches ja nicht ganz so mein Ding sind - aber was macht man(n) den nicht alles für Muttern...
Zum ihrem Geburtstag habe ich mir vorgenommen mal etwas anderes zu backen als den obligatorischen "Sprudelkuchen" aus Grundschulzeiten. 
Für die Feier habe ich mir also ein nicht allzu schweres aber dennoch imponierendes Gebäck ausgesucht. Windbeutel mit einer Sahne-Erdbeer Füllung. Zugegeben einwenig 60´s Style - aber um ehrlich zu sein, wenn die Gäste fast alle 70 Jahre plus sind - eigentlich recht und billig...

Ich war überrascht dass Brandteig an und für sich recht einfach zu handhaben und schnell zu verarbeiten ist! 

Für etwa 18 mittelgroße Windbeutel habe ich 375ml Wasser, 100g Butter, 200g Mehl und 5 Eier verwendet. 
Den Brandteig (Wasser, Butter und eine Prise Salz aufkochen; Mehl hinzugeben (gesiebt), rühren bis sich eine homogene Masse bildet; vom Herd nehmen und die Eier nach und nach einrühren) habe ich bei 200°C Umluft für etwa 30min gebacken. 
Die aufgeschnittenen Windbeutel habe ich mit einer Vanillesahne und geschnittenen Erdbeeren gefüllt. 

Ich muss sagen für insgesamt 60min aufwand ein respektables Ergebnis! 

Montag, 30. April 2012

Grüner Spargel mit Jakobsmuscheln und Safranschaum an Tagilatelle

Es ist Ende April und Land auf Land ab wird der Spargel gestochen und auf den Märkten angeboten. Für mich ist das Frühjahr in vielerlei Hinsicht die schönste Zeit des Jahres. Überall beginnen die Blumen zu blühen, die Wälder und Wiesen werden wunderbar grün. Ich habe Geburtstag und das Gemüse der Könige ist für kurze Zeit wieder zu kaufen. Ich schätze vor allem den grünen Spargel der ja seit einigen Jahren in den Fokus gerückt ist. Mein Lieblingsgericht mit Spargel ist deshalb auch nicht der weiße Spargel mit Sauce Hollondaise und Kartoffeln - sondern ein deutlich einfacheres. 
Gebratener Grüner Spargel mit geschmolzenen Kirschtomaten und Pasta ist für mich die absolute Krönung. Das ganze ist so einfach, schnell und lecker das ich mich im Frühjahr eigentlich nur davon ernähren könnte. 
Wie der Zufall es wollte - und der Zufall hat es diesmal ganz besonders gut mit mir und D. gemeint - haben D´s Eltern uns etliche Jakobsmuscheln vermacht. Jakobsmuscheln gehören für mich eigentlich scharf angebraten auf Feldsalat. Diesmal aber war die Empfehlung die Jakobsmuscheln mit grünem Spargel und Pasta zu essen. Das ganze klang gut, zumal D. schon seit Tagen - nein Wochen mit Vehemenz ein Spargel Essen einfordert... 
Gestern Abend war es dann also so weit, ein wunderbarer Frühlings nein Sommertag, wird mit einem leckeren Essen abgeschlossen. Für zwei Personen habe ich
500g Grünen Spargel
6 Cocktailtomaten
300g Pasta 
und 10 Jakobsmuscheln
eingeplant. Weniger hätte sicher auch gereicht - aber es war ja Sonntag und .... ist einfach viel zu lecker und und und...

Also schnell Nudelteig vorbereitet und mit der Nudelmaschine Tagilatelle produziert (schneller geht das ganz natürlich mit gekaufter frischer Pasta...).
Eine oder zwei große Zehen Knoblauch in Scheiben geschnitten und in einer möglichst großen Pfanne in Olivenöl geröstet - den Grünen Spargel dazu und die Temperatur reduzieren. Ordentlich Salzen und Pfeffern nicht vergessen! Nudelwasser aufgesetzt und die Pfanne für die Jakobsmuscheln auf Touren gebracht und Butter darin aufgeschäumt. Die Cocktailtomaten zum Spargel gegeben und "schmelzen" lassen
Jakobsmuscheln sind ja durchaus etwas launisch und Hitze empfindlich... daher rein in die Pfanne - Nudeln ins Wasser - kurz gewartet die Muscheln gewendet und die Nudeln abgegossen. Dann sofort das Muschelfleisch raus aus der Pfanne und rein in den vorgewärmten Ofen (60-70°). 
Den Bratensatz hab ich dann mit etwas Sahne und Weißwein abgelöscht. Zum Aromatisieren und färben habe ich dann noch ein paar Safranfäden dazugegeben. Nach dem das ganz ein wenig einreduziert war hab ich die Soße mit dem Pürierstab aufgschäumt und über die Angerichtete Pasta und die Muscheln gegeben.
Eine wirklich gute und schnelle Nummer! Für die Zubereitung habe ich alles in allem vielleicht 20 Minuten gebraucht. Am Ende stand dann ein tolles und super leckeres Abendessen!
Dazu gab es einen Le Tapie aus der Gascogne. Wer jetzt meint: Einen Weißwein für 3,95? Dem kann ich nur raten ihn mal zu probieren. Der Wein hat, wie ich finde, ein überragendes Preis-Leistungsverhältnis! Normalerweise verlinke ich eigentlich nicht auf Kommerzielle Seiten - aber bei dem Wein mache ich mal eine Ausnahme... 

Achja - die Bilder sind mal wieder nicht so gut gelungen - aber mehr gibt mein Telefon leider nicht her... aber bald gibts hoffentlich eine neue Kamera!

Donnerstag, 1. März 2012

Saure Kutteln oder von der Schönheit des einfachen

Manchmal ist das einfache auch einfach das beste. Gerichte die nur aus einigen wenigen Zutaten bestehen können in ihrer Schlichtheit oft mehr überzeugen als jene, die jeden Esser in ihrer komplexheit fast erschlagen. 
Eines dieser Gerichte die mich mit ihrem einfachen und geradlinigen Geschmack jedes mal aufs neue begeistern sind Saure Kutteln. Um ehrlich zu sein ist mir gar nicht so wirklich bewusst warum ich dieses Essen schon von Kindesbeinen an so liebe. Die Säure der zarten Pansenstreifen im Zusammenspiel mit den krossen Kartoffeln - ein unvergleichliches Esserlebnis. Und vermutlich liegt es auch daran, dass meine Mutter bei Innereien nie die Nase gerümpft hat und mich so einfach und ohne Scheu an diese Gerichte herangeführt hat.
Mir ist klar dass viele Innereien so gar nicht mögen. Aber - und dafür streite ich mit Vehemenz - wer Fleisch isst, der sollte auch dafür sorge tragen dass soviel vom verwertet werden kann wie möglich - und eben nicht nur das Filet oder ähnliches. Egal ob Pansen, Herz, Leber oder ab und an auch Nieren können verwertet werden und schmecken einfach herrlich. 
Wie auch immer, heute haben mich beim Metzger wunderbare Kutteln vom Schönbuchrind angelacht und ich konnte einfach nicht widerstehen! 
An und für sich ist es ein wirklich einfaches Rezept, man benötigt nur etwas Geduld und am besten Pellkartoffeln vom Vortag. 
Für eine Person reichen etwa 200g gesäuberte und geschnittene Kutteln - ich hatte heute 300g und das war wirklich reichlich. 
Die Kutteln werden für ca. 30min in sprudelndem Salzwasser mit einem Lorbeerblatt, etwas Essig und ein paar Wacholderbeeren weich gekocht. 
Während dessen setzt man eine Mehlschwitze mit etwas zwiebeln an die man mit dem "Kuttelwasser" ablöscht. Das ganze schmeckt man dann nach Geschmack mit Essig und etwas Rotwein - idealer weiße einem Trollinger aus dem Neckartal ab. 
Dazu werden möglichst krosse Bratkartoffeln serviert. Ich nehme Pellkartoffeln vom Vortag und brate sie in einer gusseisernen Pfanne, dort gelingen sie, so finde ich, am besten.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Schnell und gut!: Fenchel-Lachs Pasta

Ein gutes und einfaches Rezept - dass mir von einer meiner Schwestern ans Herz gelegt wurde, ist das folgende. Zugegeben: die Fenchel Saison ist mittlerweile schon fast am Ende, aber die derzeit erhältliche Qualität ist wirklich noch gut. Daher kann man das Rezept zur Zeit noch gut probieren, zumal es wirklich schnell, einfach und gut ist.
Der Name sagt eigentlich schon alles, für 2 Personen benötigt man: 
- 2-3 Fenchel Knollen
- 2 Lachsfilets 
- 350g Frische Pasta
- Noilly Prat
- 250ml Sahne
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe

Die Zubereitung ist wirklich einfach: 
Den Fenchel halbieren und in schmale streifen schneiden, die gehackten Zwiebeln mit dem Knoblauch bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Temperatur erhöhen und den Fenchel dazu geben. Nebenbei die Lachsfilets (falls ohne haut) auf einer Seite mehlieren und kurz auf der Haut bzw. der mehlierten Seite anbraten und bei 100°C im Ofen nachziehen lassen. Den Fenchel mit Noilly Prat ablöschen, kurz aufkochen lassen. Gleichzeitig die Pasta Kochen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Sahne aufgießen und nochmals kurz aufkochen. Lachs aus dem Ofen nehmen und mit ein wenig Salz und Pfeffer abwürzen, Pasta abgießen. Jetzt nur noch anrichten - Fertig.


Tipp: Wer möchte, kann die Lachsfilets auch durch Geräucherten Lachs ersetzen. In diesem Fall den Lachs in Streifen schneiden und kurz vor dem Servieren unter den Fenchel heben. 
Aber: Vorsicht mit dem Salz!